Hallo an alle,

mein Name ist Nicole Nestaras, (Klasse A1) und ich möchte etwas über meine Eindrücke vom „Der Tidenrausch 2017“ erzählen:


An und für sich wollte ich mit meinem Freund den Tidenrausch in 2018 mitmachen, dann kam es doch anders als ich dachte.


Mein Schatz wollte eine Motorradtour und ich ebenfalls etwas schönes unternehmen. Also fragte ich spontan in meiner Firma nach Urlaub den ich auch bekam und meldete mich mit klopfendem Herzen bei Kai zum Tidenrausch an.

Nachdem ich von Kai die Bestätigung zur Teilnahme bekam, hüpfte ich vor Freude in der Wohnung umher, nicht ahnend was da auf mich zukommen würde ;-). Ich bekam Theoriefragen zugesendet von denen ich nach dem durchlesen dachte: Hey cool, das bekommst du locker hin, was sich jedoch als kleiner Irrtum entpuppte.

Manche Fragen beantworteten sich von selbst, manche hingegen musste man sich wirklich erarbeiten und der Termin der Abgabe kam immer näher.


Die ursprüngliche Freude wechselte langsam von Tag zu Tag in Herzklopfen und Anspannung.

Dies würde meine erste Schulung/Unternehmung ohne meinen Freund und meine Paddelfreunde sein und alle klopften mir aufmunternd mit den Worten „Du schaffst das“ auf die Schulter. Gut dachte ich mir, einer wird schon überleben: Entweder mein Kajak oder ich. Immerhin fühle ich mich noch als „unterstes Glied in der Nahrungskette“ in der Paddelszene, da ich als Quereinsteiger noch nicht allzu lange dabei bin.


Nun denn, der Tag der Anreise kam immer näher und ich wurde ziemlich nervös. Ich fuhr einen Tag früher nach Neuharlingersiel zu dem Campingplatz, in der Hoffnung noch andere Teilnehmer zu treffen. Gunnar, Dirk, Burckhardt und Simone waren schon da und ich war froh, nicht alleine zu sein.

Simone war mit mir Ende April beim RST in Bremen und somit endlich ein bekanntes Gesicht (ich muss hier allerdings gestehen, das sie mich sofort erkannt hatte und ich sie nicht :-(  „Asche auf meinem Haupt“ ).


Jetzt noch einmal schlafen, Kajak packen und dann ging es Fußläufig die vollen Kajaks schiebend zum Treffpunkt. Die Autos konnten wir auf dem Campingplatz stehen lassen.  

Durch Ausfälle und Neuzugänge der Teilnehmer würfelte sich die Gruppe, zu der ich gehören sollte neu zusammen und somit war Simone mit in meiner Gruppe, dann kamen Ronny, Ulli, Jürgen und Anja dazu. Anja war das Zweite bekannte Gesicht aus dem PKH.


Alle die den A-Schein machen wollten, wurden in 4 Gruppen zu je 6 Teilnehmern eingeteilt und bekamen je zwei Assistenten und einen Ausbilder (der täglich in eine andere Gruppe rotieren sollte) dazu.

Als Assistenten bekamen wir Edgar Alberts und Heinrich Klümper. Edgar war mein drittes bekanntes Gesicht aus dem PKH, mein Tag wurde immer besser (grins). Als Erster Ausbilder wurde uns Hakula zugeteilt.


Ich wollte jetzt einfach nur noch auf’s Wasser um meine Anspannung abzubauen und dann ging es los. Alle Kajaks wurden zu Wasser getragen, wir wurden innerhalb unserer Gruppe noch in Zweiergruppen (Buddys) eingeteilt und schon begann die Ausbildung.


Unsere zugeteilten Assistenten Edgar und Heinrich waren unsere festen Anker, Helfer,  Ansprechpartner und unsere guten Seelen in dieser Zeit. Sie haben immer mit Rat und Tat an unserer Seite gestanden und uns unsere Fehler erklärt und Korrigiert. Somit konnten die beiden unsere Entwicklung in dieser Zeit von Anfang an mitverfolgen und uns in allem unterstützen.

Unsere Ausbilder Hakula, Rami, Thomas und Anita haben uns im Rotationsverfahren begleitet, geschult und beobachtet und ebenfalls immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden.


Wir wurden im/in Vorwärts- Bogen- Rückwärts- Ziehschlag, Eskimorettung, Brandungssurfen, Partnerrettung, Abschleppen, Navigation, Eskimorolle und Teamfähigkeit abgefragt bzw. geschult. Simone und ich haben sogar das Nähen meines Zeltes von Hakula gelernt, da es in einer Nacht mit Sturmböen stark gelitten hat.


Ich habe in diesen sechs Tagen viele tolle und hilfsbereite Menschen kennengelernt, viel über mich selbst und mein Kajak erfahren.

Ich war Unsicher, habe geflucht, war Seekrank und wollte sogar einmal alles hinschmeißen als wir z.B. gegen auflaufendes Wasser mit 6er Wind mit 7er Böen in die Brandung gegangen sind. Ich bin dann jedoch über meinen Schatten gesprungen und habe mich mit meiner Gruppe in die Brandung gestürzt und habe versucht zu Surfen.


Mein Lieblingsurf in der Brandung ist jetzt der Parellelsurf :-). Die Kraft der Welle zu fühlen, wenn man sich zu ihr hin lehnt und die flache Stütze anwendet ist eine Erfahrung, die man einfach gemacht haben muss. Mir wurde genau diese Situation  beschrieben und ich dachte immer: Ja klar, ich lehne mich in die Welle und dann macht es Klatsch. Nun weiss ich es besser und es macht einfach einen Wahnsinns Spaß.


Sich selbst und sein Kajak in bewegtem Wasser kennen zu lernen ist eine Interessante Erfahrung und ich möchte hier noch einen speziellen Dank an zwei Ausbilder richten, an Rami und an Thomas.

Rami ist ein riesiger Bär mit breiten Schultern, der mit seinem ruhigen Wesen einem soviel Vertrauen und Mut gegeben hat und Thomas, der einem einen Schubs nach vorne gibt damit man seine Grenzen in das eigene Vertrauen erweitern kann.

Ich danke für Euer Vertrauen in uns und das ihr es uns ermöglicht habt, diese Prüfung zu bestehen und ich freue mich für meine ganze Gruppe, das wir es alle geschafft haben.

Ein Danke schön an meinen Buddy Simone: Du warst toll und es hat viel Spaß gemacht, dich an meiner Seite gehabt zu haben.


Natürlich gilt mein Dank auch allen anderen, die zu dieser Veranstaltung beigetragen haben und mir so ein unvergessliches Erlebnis beschert haben.


Zum Abschluss möchte ich noch eine Kleinigkeit erwähnen: Wir hatten den Luxus, während der Schulung zu zweit einen Ausbilder bzw. Assistenten an unserer Seite zu haben, was uns Sicherheit und intensives Wissen vermittelte.


Die Erfahrung die man hier macht und das tolle Teamplay mit den Assistenten und Ausbildern während des Tidenrausch’s wünsche ich auch nachfolgenden A-Scheinanwärtern.


Lieben Gruß an alle, viel Spaß beim Paddeln und immer genug Wasser unterm Kiel.




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